Firmenjubiläum: 25 Jahre FROX – ein Blick auf unsere Unternehmensgeschichte

17.02.2021

Im 2021 feiern wir 25 Jahre FROX AG. Was bisher geschah? Mit dieser Frage lassen wir die letzten Jahre Firmengeschichte ein wenig Revue passieren und blicken gleichzeitig in die Zukunft. Ein Gespräch mit unserem CEO Jürg Achermann.

FROX – ein markanter Name mit Geschichte. Was steckt hinter dieser Abkürzung?

Wir waren in Hombrechtikon ZH ein kleines Team innerhalb der Ascom Timeplex und haben Netzwerk-Switches für grosse Telekommunikationsnetzwerke entwickelt, also Hard- und Software. Die unterstützten Übertragungsprotokolle waren X.25 und Frame Relay. Die neue Strategie und die damit verbundenen Änderungen hätten dazu geführt, dass unser Team auseinandergerissen worden wäre, weshalb das damalige Management nach einer anderen Lösung gesucht hatte. Glücklicherweise konnte Ruedi Noser davon überzeugt werden, uns aus der Ascom Timeplex herauszulösen und eine neue Firma innerhalb der Noser Group zu gründen. Teil des Deals war auch, dass wir die vertraglichen Verpflichtungen von Ascom Timeplex gegenüber deren Kunden bezüglich aller im produktiven Einsatz stehenden Switches weiterhin erfüllen. Diese Aufgabe wurde somit zu Beginn der FROX-Ära zu einem wesentlichen Teil unseres Schaffens. Da noch immer viel Herzblut in jenen Produkten steckte, lag es nahe, dies in die Namensfindung einfliessen zu lassen. Im Team haben wir uns dann für FROX Communication AG entschieden. Das war 1996, das Geburtsjahr unseres Unternehmens. FROX steht dabei für Frame Relay Or X.25.

Bei FROX Communication AG ist es nicht geblieben. Wie kam es zum erneuten Namenswechsel?

Zu jenem Zeitpunkt waren wir reine Telekommunikationsspezialisten, weshalb der Firmenname auch «Communication» beinhaltete. Mit unserem über die Jahre neu aufgebauten Produktportfolio haben wir immer mehr auch andere Branchen von unserer Expertise im Service Management überzeugen können. Wir stellten aber häufiger fest, dass das Wort «Communication» in unserer Firmenbezeichnung erklärt werden musste, denn ein Call Center waren wir nie, was aber oft vermutet wurde. So lag es nahe, eine zweite Namensänderung durchzuführen. In Anlehnung an die damaligen Übertragungsprotokolle haben wir uns im 2016 in FROX AG umbenannt.

In welchen Bereichen hat sich FROX in den letzten 25 Jahren spezialisiert?

Im Rahmen der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes haben wir uns gleich nach der Gründung, neben der Erfüllung erwähnter Verpflichtungen, komplett auf die Entwicklung von Service- und Operations-Management-Lösungen fokussiert. Ich denke, wir gehörten zu den ersten, die in einem prozessgesteuerten Ticketing-System eine klare Unterscheidung von Netzwerk- und Service-Tickets machten und noch heute sind wir auf die Optimierung von Services ausgerichtet. Unsere Expertise im IT Service Management haben wir über Jahrzehnte auf- und ausgebaut. Heute sind wir DIE Spezialisten, wenn es darum geht, Medienbrüche zu eliminieren, Prozesse systemübergreifend end-to-end zu digitalisieren und zu automatisieren. War dies in unseren ersten Jahren auf IT-Prozesse beschränkt, so haben wir uns bis anhin auch umfangreiches Expertenwissen in der Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen angeeignet. Unsere Consultants beraten unsere Kunden genau zu diesen Themen und erarbeiten eine optimale Lösung. Für die technische Umsetzung setzen wir dabei auf marktführende Plattformen, wobei die jeweiligen Vor- und Nachteile dieser Plattformen den strategischen Zielen unserer Kunden gegenübergestellt werden, um eine mit deren Strategie im Einklang stehende Entscheidung zu treffen. Für jede Plattform haben wir eigene Implementationsteams aufgebaut, welche sich laufend auf dem aktuellen Stand halten, um den in Workshops aufgezeigten Mehrwert in agil geführten Projekten sehr schnell und umfassend herbeiführen zu können.

Seit 1996 gehört FROX zur Noser Group. Welche Vorteile ergeben sich dadurch für Kunden?

Backoffice-Themen, wie z. B. Buchhaltung, Cyber Security, Vertragswesen oder Personalwesen werden von der Gruppe als Service zur Verfügung gestellt, welche wir selbst teuer aufbauen müssten und weniger professionell erbringen könnten.  Somit können wir uns ganz im Sinne unserer Kunden auf unser Kernthema fokussieren. In Gesprächen mit unseren Kunden stellen wir zudem oftmals fest, dass z. B. in einem parallelen Vorhaben nach Unterstützung gesucht wird. Die geforderten Skills können wir zusammen mit unseren Schwesterfirmen anbieten. So sind wir in der Lage, unsere Kunden auch bei jenen Themen sofort und unbürokratisch zu unterstützen.

Warum passen FROX und die Noser Group gut zusammen?

Das ist eine Frage, die ich mir das letzte Mal im 1996 gestellt habe, heute passt es einfach. Wir haben damals als ein gut funktionierendes Team einen Weg gesucht, um nicht innerhalb eines Grosskonzerns als Nummer verloren zu gehen. In der Noser Group haben wir die dafür notwendigen Werte gefunden, die bis heute aufrecht, ja sogar ausgebaut, wurden.

Firmenjubiläum 25 Jahre FROX AG
Im 2021 feiern wir unser Firmenjubiläum: 25 Jahre FROX AG

Welche Meilensteine hat FROX in den vergangenen 25 Jahren erreicht?

Meilensteine gab es in den 25 Jahren natürlich viele. Einer der wichtigsten ist bestimmt die international lancierte Ausschreibung der United Telecom Austria (UTA) im 1997, welche wir gegen grosse Konzerne gewonnen haben. Dieser Gewinn war der Beginn unserer langen IT-Service-Management-Geschichte. Unsere Zugehörigkeit zur Noser Group hat in jenem Projekt in vieler Hinsicht immens geholfen. Ein weiterer Meilenstein waren die Akquisen der Telefoniemanagementsysteme TOMAS und Sigma im 2006, welche zum damaligen Zeitpunkt den Markt beherrschten. Die daraus entstandenen neuen FROX-Produkte Atiras (2007) und talkbase (2015) sind noch immer bei Kunden im Einsatz. Darüber hinaus sind aber natürlich auch das Erreichen von Wachstumszahlen und der damit verbundene Aufbau neuer Standorte wegweisend gewesen. Heute sind wir in der Schweiz in Stäfa, Winterthur und Worblaufen zu Hause, seit 2010 mit einer Tochterfirma auch in Deutschland. Blicken wir in die Zukunft, dann wird die Anstellung des 100. Mitarbeiters ein weiterer Meilenstein sein.

Was hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zu heute verändert? Wo steht FROX heute?

In unserer Branche hat sich sehr viel zum Positiven verändert, auch wenn zu bemerken ist, dass der Umgang mit der Schnelllebigkeit nicht jedem gleich gut behagt. Die neueren agilen Projektmethoden sind, richtig angewendet, unbestritten hilfreich. Die Arbeiten werden laufend sehr zielorientiert definiert und nachjustiert – die dadurch erlangte Effizienz ist bestechend. Eine grosse und gute Veränderung stellten wir auch im Verhalten der Enduser fest. Wurden unsere Gedanken zur Prozessoptimierung in unseren Anfangsjahren vor allem als «Big Brother is watching you» empfunden, erkennt man heute klar den Mehrwert des Gesamtsystems und hat keine Angst mehr. Die Automatisierung repetitiver Aufgaben mit prozessgesteuerter Software wird von Benutzern ebenfalls sehr geschätzt, gestalten sich ihre neuen Aufgaben dadurch wesentlich interessanter. Quantensprünge gab es auch im Benutzererlebnis. Was früher benutzerfreundlich war, wird heute, zu recht, als «unbedienbar» beurteilt. Trotzdem gibt es gerade in diesem Bereich noch viel Handlungsbedarf. Last but not Least sind natürlich aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz (KI/AI) und Chatbots auch bei uns weit oben auf der Agenda. Die Unterstützung durch IT-Mittel wird immer umfangreicher, sodass mittlerweile auch komplexe Zusammenhänge durch Software erkannt und beurteilt werden können. Je datenintensiver dies ist, umso einen höheren Stellenwert werden solche Instrumente einnehmen. Hierbei werden wir unseren Kunden gegenüber ein versierter Ansprechpartner sein.

Wie sieht die Mission von FROX für die nächsten Jahre aus?

In unserer Branche fehlt mir ein wenig das chinesische Gedankengut, auf 25 Jahre hinaus zu planen. Klar ist aber: Wir vereinfachen das Arbeiten unserer Kunden – mit Lösungen, die neue Standards für ein erstklassiges Mitarbeiter- und Kundenerlebnis schaffen und dabei erst noch die Produktivität ungemein steigern. Dabei legen wir mit intelligenten automatisierten Prozessen den Grundstein, um die Innovationskraft unserer Kunden weiter auszubauen. Wir wollen, dass unsere Kunden für die digitale Zukunft gerüstet sind. Dafür setzen wir täglich unser Know-how und unsere langjährige Erfahrung ein.

Wie feiert FROX dieses spezielle Jubiläumsjahr, auch in Anbetracht der aktuellen Umstände rund um die Corona-Pandemie?

Wir haben letztes Jahr gelernt, sehr flexibel mit jeglichen Events umzugehen. Flexibilität und Agilität liegen in unserer DNA, entsprechend planen wir unser Jubiläum. Uns ist es sehr wichtig, auch die sozialen Kontakte zu pflegen. Daher haben wir entschieden, diese nicht durch digitale Veranstaltungen zu ersetzen. Sobald ein risikoloses, gemütliches Zusammenkommen auch mit unseren Kunden wieder planbar wird, werden wir uns an die Arbeit machen. Die Ideen liegen bereits auf dem Tisch.

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