Support für SAP Solution Manager endet 2027: Was Sie jetzt wissen müssen

4. Juni 2026· 3 Min. lesen Copy link Share on LinkedIn

Was bedeutet das Support-Ende des SAP Solution Managers?

Der SAP Solution Manager wird nur noch bis Ende 2027 im Mainstream-Support unterstützt. Unternehmen müssen deshalb ihre ALM- und insbesondere ihre ITSM-Prozesse rechtzeitig in eine zukunftsfähige Umgebung überführen.

Warum reicht SAP Cloud ALM allein nicht aus?

SAP Cloud ALM unterstützt ALM-Prozesse, stellt aber keine vollständige ITSM-Abdeckung auf Enterprise-Niveau bereit. Insbesondere für Incident Management, Problem Management und Service Request Management entsteht dadurch eine funktionale Lücke.

Wie kann ServiceNow diese Lücke schliessen?

ServiceNow deckt die relevanten Bereiche über ITSM, ITOM, SPM und Enterprise Architecture ab: von Incident, Problem und Change über Discovery und CMDB bis hin zu Portfolio-, Test- und Architekturmanagement.

Support-Ende mit Folgen

Über viele Jahre war der SAP Solution Manager in zahlreichen SAP-Landschaften fester Bestandteil für IT Service Management und Application Lifecycle Management. Mit dem Ende des Mainstream-Supports im Jahr 2027 entsteht für viele Unternehmen nun konkreter Handlungsbedarf.

SAP empfiehlt zwar den Umstieg auf SAP Cloud ALM für ALM-Prozesse, zugleich bleibt aber eine entscheidende Lücke bestehen: SAP Cloud ALM deckt grundlegende ITSM-Funktionen ab, jedoch nicht mit der Tiefe und Breite einer Enterprise‑ITSM-Plattform. Dazu gehören unter anderem Incident Management, Problem Management und Service Request Management.

Was bedeutet das Support-Ende für den SAP Solution Manager konkret?

Wer bisher ITSM-Prozesse, Tickets und Wissensartikel ganz oder teilweise im SAP Solution Manager abgebildet hat, muss diese Inhalte und Abläufe in eine neue Lösung überführen, inklusive strukturierter Datenmigration und Bereinigung bestehender Prozesslandschaften. Hinzu kommen Anforderungen wie regulatorische Aufbewahrungspflichten, Nachvollziehbarkeit von Änderungen, die Nutzung historischer Tickets als Wissensbasis und die Verfügbarkeit strukturierter Daten für künftige KI-Anwendungen.

Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch in der organisatorischen und technischen Lücke zwischen ALM und ITSM, da eine reine ALM-Nachfolgelösung oft nicht ausreicht. Unternehmen müssen bei einer Ablösung nicht nur Prozesse neu denken, sondern auch bestehende Inhalte sicher migrieren und künftige Integrationen sauber planen. Besonders relevant ist das für Organisationen, die im SAP Solution Manager eine enge Verbindung von Change Management und ITSM etabliert haben. Diese Verzahnung sollte auch künftig erhalten bleiben.

Deshalb braucht es eine Plattform, die nicht nur einzelne Tickets verwaltet, sondern die Brücke zwischen SAP-naher Prozesswelt, Enterprise Service Management und operativer IT-Steuerung schlägt. ServiceNow kann diese Lücke in vielen Szenarien gezielt schliessen.

Wo setzt ServiceNow gegenüber SAP Cloud ALM an?

Während SAP Cloud ALM in mehreren Bereichen nur eingeschränkte oder punktuelle Abdeckung bietet, positioniert sich ServiceNow als durchgängige Plattform über ITSM, ITOM, Strategic Portfolio Management und Enterprise Architecture hinweg.

Konkret lässt sich die entstehende Lücke mit ServiceNow in mehreren Handlungsfeldern schliessen:

1. Service Management professionell weiterführen

Für Incident Management, Problem Management, Change Request Management und Service Request Management bietet ServiceNow die passenden Funktionen, u. a.:

  • Vollständiges ITIL-orientiertes Incident Management
  • Erweitertes Problem Management mit Root Cause Analysis
  • Enterprise Change Management mit CAB und Risikobewertung
  • Servicekatalog mit Fulfillment-Automatisierung

Gerade dort, wo SAP Cloud ALM nur Teilfunktionen oder minimale Features bietet, kann ServiceNow die Prozesse auf ein belastbares, skalierbares Fundament stellen.

2. Transparenz über Systeme und Services schaffen

Im Bereich Operations Management bietet ServiceNow eine Enterprise-CMDB mit CSDM, automatisierte Discovery für Cloud, Netzwerk und Applikationen sowie Monitoring- und Event-Management-Funktionen mit AIOps-Unterstützung. Besonders profitieren Unternehmen, die ihre IT-Landschaft derzeit noch manuell erfassen und mit hohem Pflegeaufwand verwalten. ServiceNow kann hier helfen, Konfigurationsdaten aktueller, konsistenter und unternehmensweit nutzbar zu halten.

3. ALM, Demand und Delivery besser verbinden

Ein weiterer Mehrwert liegt in der Verbindung von Projekt- und Portfoliosteuerung mit operativen Prozessen. ServiceNow umfasst im Bereich SPM unter anderem Demand Management, Project Portfolio Management, Resource Management, Test Management, Test Automation, Release Management sowie Transport- und Deployment-Unterstützung. Damit entsteht mehr Durchgängigkeit insbesondere ausserhalb der klassischen SAP-ALM-Welt vom Bedarf über die Priorisierung bis zur Umsetzung. Genau diese End-to-End-Sicht ist wichtig, wenn Unternehmen ihre SAP-nahen Prozesse nicht nur ersetzen, sondern strategisch modernisieren wollen.

4. Architektur und Transformation ganzheitlich steuern

Auch in der Enterprise Architecture ist ServiceNow deutlich breiter aufgestellt und bietet Business Process Documentation, Application Portfolio Management, Technology Portfolio Management und Enterprise Architecture Modeling. Das ist relevant für Unternehmen, die die Ablösung des SAP Solution Managers nicht isoliert betrachten, sondern im Zusammenhang mit einer grösseren Transformationsagenda, etwa im Umfeld hybrider SAP-Landschaften, Modernisierungsvorhaben oder S/4HANA-Programmen.

Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Je näher 2027 rückt, desto weniger sinnvoll ist es, die Ablösung des SAP Solution Managers nur als spätere Betriebsfrage zu behandeln. Tatsächlich geht es um deutlich mehr: um Prozesskontinuität, Datenmigration, Governance, Benutzerakzeptanz und die Frage, wie ALM- und ITSM-Funktionen künftig zusammenspielen sollen. Daher ist eine strukturierte Planung, eine saubere Anforderungsaufnahme und eine methodisch fundierte Tool-Evaluierung besonders wichtig, ebenso eine frühzeitige Bewertung möglicher Zielarchitekturen.

Wer diesen Schritt frühzeitig angeht, gewinnt nicht nur Zeit für eine kontrollierte Migration. Unternehmen schaffen damit auch die Grundlage, um bestehende Support-, Change- und Betriebsprozesse auf eine moderne Plattform zu überführen und gleichzeitig die Integration in die SAP-Welt sinnvoll weiterzuentwickeln. Dabei können auch Tickets, Service Requests, Problems und Wissensartikel migriert werden.

Jetzt die Weichen stellen

Das Support-Ende des SAP Solution Managers im Jahr 2027 schafft Handlungsdruck, vor allem dort, wo ITSM-Prozesse heute noch im bisherigen Tool verankert sind. SAP Cloud ALM ist für ALM-Themen relevant, schliesst die entstehende ITSM-Lücke jedoch nicht vollständig. ServiceNow bietet hier einen breiten, integrierten und skalierbaren Ansatz von Incident, Problem und Change über Discovery, CMDB und AIOps bis hin zu Portfolio- und Architekturmanagement. Damit kann ServiceNow weit mehr sein als ein Ersatzsystem, nämlich die zukunftsfähige Plattform, um die entstehende Lücke strukturiert und nachhaltig zu schliessen.

Wie sieht ein typisches Zielbild aus?

In vielen Fällen etabliert sich eine Kombination aus SAP Cloud ALM für ALM-nahe Funktionen und ServiceNow für IT Service Management und übergreifende Steuerung. Entscheidend ist dabei nicht die Ablösung einzelner Tools, sondern die klare Definition von Verantwortlichkeiten und die saubere Integration zwischen SAP- und Enterprise-Prozessen.

 

Sie möchten klären, wie Sie Ihre SAP-Solution-Manager-Ablösung strukturiert angehen können?

Wir unterstützen Sie dabei, die funktionalen Lücken zu identifizieren, relevante Prozesse sauber zu bewerten und mit ServiceNow eine zukunftsfähige Zielarchitektur aufzubauen. Sprechen Sie mit uns über Ihre Ausgangslage, Ihre SAP- und ITSM-Prozesse und gemeinsam definieren wir sinnvolle nächste Schritte für Migration und Transformation. Kontaktieren Sie uns jetzt – wir sind gern für Sie da!

Beratung anfragen

Manuel Röttele

Senior Account Executive

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