Camunda: State of Process Automation Report 2022

FROX AG
20.04.2022

Camunda hat mehr als 600 IT-Experten in den USA und Europa befragt, um herauszufinden, wie Unternehmen ihre Geschäftsprozesse wahrnehmen, verwalten und automatisieren. Die Ergebnisse hat das Software-Unternehmen nun veröffentlicht.

Bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen geht es darum, bewährte manuelle, sich wiederholende Prozesse aus Effizienzgründen zu automatisieren. Dadurch sind Unternehmen in der Lage, produktiver sowie profitabler zu werden und das Mitarbeiter- sowie Kundenerlebnis zu verbessern. Gemäss dem State of Process Automation Report 2022 von Camunda nutzen Unternehmen die Prozessautomatisierung, um eine Vielzahl von Aufgaben in sämtlichen Bereichen zu vereinfachen, die Digitalisierung zu beschleunigen und einen Mehrwert zu generieren, insbesondere dann, wenn es um die Verbesserung des Kundenservices geht. Die Camunda-Umfrage zeigt, dass dies die vier wichtigsten Ziele sind, die Unternehmen mit der Prozessdigitalisierung erreichen wollen:

  • Besserer Kundenservice
  • Kosten sparen
  • Digitale Transformation vorantreiben
  • Fehler reduzieren

Die Befragten befürworten höhere Investitionen in prozessrelevante Technologien und erwarten, dass ihre Unternehmen die Nutzung von Automatisierung im gesamten Betrieb höher priorisieren. Sie geben aber gleichzeitig an, weiterhin vor der Herausforderung zu stehen, das Potenzial der Prozessautomatisierung voll auszuschöpfen, allen voran die Zusammenarbeit von IT und Business zu verbessern und die Umstellung auf hybrides Arbeiten sowie Home Office, offene Architekturen, einen ganzheitlichen RPA-Ansatz und die Cloud voranzutreiben.

  • Cloud: 57 % der Umfrageteilnehmenden geben an, dass ihr Unternehmen eine hybride Infrastruktur für die verschiedenen Komponenten der Prozessautomatisierung nutzt (50 % Private Cloud, 45 % Public Cloud, 41 % On-Premises).
  • Offene Architekturen: 52 % sagen, dass sie bereits Open-Source-Technologien nutzen. 34 % sind dabei, darauf umzusteigen und 11 % planen den Einsatz von Open-Source-Technologien in der Zukunft. Nur 3 % planen keinen Wechsel zu Open-Source-Technologien.
  • IT und Business: 95 % sind der Meinung, dass die Prozessautomatisierung nur dann erfolgreich sein kann, wenn die IT und das Business effizient zusammenarbeiten. 26 % nannten die mangelnde Abstimmung zwischen der IT- und Business-Führung als Hauptgrund dafür, dass im vergangenen Jahr nicht mehr Prozesse automatisiert wurden.
  • Hybrides Arbeiten / Home Office: Während im ersten Pandemiejahr 2020 31 % angaben, das Home Office ist einer der Treiber für die Prozessautomatisierung, sank dieser Wert in der aktuellen Umfrage auf 22 %. Dies wahrscheinlich deshalb, weil das Home Office nicht länger ein neues Phänomen, sondern inzwischen die Norm ist. 26 % sagen zusätzlich, dass das aktuelle hybride Arbeitsmodell einer der Gründe war, die die weitere Prozessautomatisierung im letzten Jahr verhindert haben. 85 % geben an, dass ihr hybrides Arbeitsmodell verbesserungswürdig ist, da es an automatisierten Prozessen fehlt. 35 % sagen, dass ihr Unternehmen bis 2022 höchstwahrscheinlich eine gemischte Arbeitsform aus Home Office und Büroarbeit haben wird. 93 % glauben, dass es in der Zukunft einen hybriden Ansatz geben wird.
  • Robotic Process Automation (RPA): 92 % sehen in Robotic Process Automation den Vorteil, dass es die Qualität steigert, Fehler reduziert und manuelle Aufgaben automatisiert werden können, sodass Mitarbeitende sich auf die strategische Arbeit konzentrieren können. 34 % der Befragten geben an, dass sie RPA-Bots in ihren Unternehmen einsetzen. 78 % berichten jedoch, dass RPA-Bots in Silos arbeiten und nicht mit umfassenderen End-to-End-Prozessen. RPA hat das Potenzial, Unternehmensprozesse zu unterstützen, aber nur, wenn RPA-Bots richtig orchestriert und nicht in Silos eingesetzt werden.

Die Covid-19-Pandemie hat sich auf alle Unternehmensabläufe ausgewirkt und zwingt Unternehmen, ihre Geschäftstätigkeit zu überdenken. 39 % der Befragten geben an, dass sich ihre Geschäftsziele seither sehr stark verändert haben. 82 % sagen, dass die Prozessautomatisierung nun einen höheren Stellenwert hat als im letzten Jahr. 92 % sehen die Prozessautomatisierung als zentrales Werkzeug für die digitale Transformation. Ebenfalls 92 % bewerten die Prozessautomatisierung als entscheidend für die Geschäftsoptimierung sowie -effizienz und die Möglichkeit, Mitarbeitende von manuellen Aufgaben zu befreien und stattdessen für komplexere, strategische Aufgaben einsetzen zu können.

  • 89 % der Entscheidungsträger geben an, dass die Prozessautomatisierung in ihrem Unternehmen im letzten Jahr zu einem höheren Geschäftswachstum geführt hat – ein Drittel konnte einen ROI von mindestens 100 % generieren.
  • 88 % sagen, dass sie in den nächsten 24 Monaten ihre Investitionen in die Prozessautomatisierung erhöhen wollen.

Trotz der guten Vorsätze haben lediglich 12 % der Befragten die Prozessautomatisierung auch tatsächlich umgesetzt, alle anderen bleiben (noch) hinter ihren eigenen Erwartungen. Laut Umfrage liegt dies daran, dass Unternehmen

  • Schwierigkeiten haben, mit der Prozessautomatisierung zu starten oder nicht wissen, wo sie anfangen sollen,
  • veraltete Technologien und Prozesse nutzen,
  • nicht über das erforderliche Budget für die Prozessautomatisierung verfügen oder
  • die Technologie der Prozessautomatisierung als nicht so wichtig einstufen wie andere Technologien.

Über Camunda

Camunda ist eine Open-Source-Software, die die Prozessautomatisierung mit einem entwicklerfreundlichen Ansatz ermöglicht. Dieser basiert auf Standards, ist hochgradig skalierbar und fördert die Zusammenarbeit zwischen Business und IT. Mit Camunda können Geschäftsprozesse durchgängig entwickelt, automatisiert und verbessert werden. Das ermöglicht Unternehmen, Softwareanwendungen flexibler, kollaborativer und effizienter zu gestalten und die nötige Agilität, Transparenz und Skalierbarkeit zu erreichen, um die digitale Transformation voranzutreiben.

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Jonas Büchel Head of Business Process Solutions Standortleiter Winterthur FROX AG

Jonas Büchel

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